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Erlebnisberichte

Die folgenden Berichte sind authentische Erlebnisse unserer Kunden. Sie sind mit dem Einverständnis der Autoren unverändert wiedergegeben und wurden, wo nötig, allenfalls etwas gekürzt.

Peter ist begeistert · Juni 2010

Leider ist unser Segelturn bereits Vergangenheit, und der Alltag hat uns schon fast wieder im Griff ?!

Was mich betrifft, so habe ich mir in den vielen guten "Nachdenkstunden"auf dem Meer den Vorsatz genommen, dass ich mich nicht wieder zu fest in die Alltags- und Stress-Mühle hieneinreissen lassen möchte. Das Ziel wäre eigentlich etwas mehr Freiraum für Lebenqualität einzubauen. Dies ist sicher ein guter Vorsatz der uns allen gut tun würde, ich hoffe wir schaffen dies..?! Vielleicht haben wir ja nach diesen Ferien ein bisschen bessere Voraussetzungen dies anzupacken, wo wir doch nun erlebt haben was wirkliche Lebensqualität wäre.....

Es ist mir ein Anliegen mich bei Euch allen nochmals ganz herzlich für die wundervollen Ferien zu bedanken welche ich mit Euch/wir zusammen verbracht haben. Es war wirklich eine sehr sehr gute Zeit mit Euch, mit wunderschönen Erlebnissen, interessenter aktiver lernreicher Tätigkeit auf dem Schiff (obwohl mir noch immer lange nicht alle Seile und Begriffe bekannt sind) und es war auch ab und zu Action dabei. Auf so engem Raum ist es auch entscheidend, dass sich das Team bis am Schluss gut verträgt und jeder seinen Teil zum gesamten Gelingen dazubeiträgt, sich anpassen kann und auch die "Macken der anderen akzetpiert.; Ich bin der Meinung, dass wir ein toll durchmischtes und interessentes Team waren, wo all dies sehr gut funktioniert hat.

Was unseren lieben Skipper Pano betrifft, da kann ich nur sagen ABSOLUT SUPER wie Du dies gemacht hast, unübertreffliche Erfahrung, guter Coatch, hervorragender "Gourmet-Führer" und dazu noch ein sehr lieber Mensch.

Gestern als ich zum Glück noch frei hatte drehten mir all die Bilder, Erlebnisse und Situationen noch sehr stark im Kopf, und ich ertappte mich fast ein wenig mit "längiziti" Gedanken an die Crewmitglieder.

Auch habe ich etwas Entzugserscheinungen vom Segeln und habe den Entscheid getroffen, dass ich den Segelschein nun machen werde.

Hubert stosst auf den Törn an · Juni 2010

"Auf einen schönen Törn!" aus acht Seemannskehlen tönen diese Worte. Die Gläser klingen und wir sind voller Vorfreude. In wenigen Minuten laufen wir aus.

Nach problemloser Anreise Linz-Samos, konnten wir planmäßig und ohne Verzögerung unser Schiff übernehmen. Ein wirkliches Prachtstück diese "Niki". Sensationell gepflegt und bestens in Schuss. Christa und Panos! Ihr könnt wirklich stolz sein auf eure "Niki"! Ausgerüstet mit einer Menge wertvoller Tipps stechen wir in See. Der erste Eindruck hatte nicht getäuscht. "Niki" schneidet durch die See, vorangetrieben durch den Meltemi, der uns in den nächsten Tagen stets verlässlicher Antrieb ist. Wir stoßen mit Neptun an und sind glücklich. Eine wunderbare Inselwelt umgibt uns und das glasklare, in sensationellen Farben schimmernde Meer trägt uns.

Agathonissi, die erste südlich von Samos gelegene Insel, empfängt uns friedlich in einer gut gegen Nordwinde geschützten Bucht. In der Taverne George genießen wir die großartige griechische Gastfreundschaft ebenso wie einheimische Köstlichkeiten, die keinen Wunsch offen lassen. Der erste Abend gleich ein Höhepunkt. Am nächsten Tag bringt uns "Niki" nach Laki auf Leros. Auch hier fühlen wir uns gleich wohl und bringen unsere von der See geschundenen Körper in der tadellosen Marina auf Vordermann.

Nächste Station Kos. Eine herrliche Hafenstadt. Sehr lebendig und doch romantisch. Neben der Platane des Hippokrates, unter der er seinen Eid schwor, gibt es eine Menge Historisches zu bestaunen. Nach einem erneut großartigen Abendessen im Zentrum der Stadt und einer kurzen, aber sehr erholsamen Nachtruhe geht es für uns schon wieder weiter, denn wir wollen noch mehr sehen von diesem tollen Fleckchen Erde. Nach einem Abstecher nach Pserimos, wo wir diesmal unser tägliches Bad in Neptuns Fluten genießen, statten wir neuerlich Leros einen Besuch ab. Im südöstlich gelegenen Hafen Panteli begrüßt uns die mächtig am Hügel gelegene Burg. Für einen Ausfstieg ebendorthin fehlt uns leider die Zeit (und wahrscheinlich auch die Kraft). In der Taverne Zorbas direkt am Hafen erleben wir (so wie jeden Abend) wiederum ein genussvolles Fest. Von Moussaka bis Fisch, von Huhn bis Lamm: alles ein kulinarisches Gedicht. Nicht zu vergessen die hervorragenden Beilagen im Sinne von Bier und Wein. Es geht uns einfach gut.

Am nächsten Tag auf Lipsi, der Insel der Kirchen, bauen wir durch lässiges Herumhatschen einige Kalorien ab, diese werden aber am Abend in Yannis köstlicher Taverne über Gebühr wieder eingebunkert. "Klar zum Segelsetzen"! Alles funktioniert wie am Schnürchen. "Niki" macht uns keinerlei Probleme, ganz im Gegenteil, sie ist uns ein perfektes Zuhause und extrem flottes Vehikel.

Am Heimweg besuchen wir Patmos. Ein mächtiges Kreuzfahrtschiff liegt vor der Küste. Wir sind privilegiert und "Niki" bringt uns direkt in den Hafen Skala. Und wieder handelt es sich um einen bezaubernden Ort. Das berühmte Kloster am Berg ist einen Besuch mehr als Wert. Die vorletzte Nacht unseres Törns verbringen auf dem Geheimtipp von Christa und Panos: Arki, ehemaliger Piratenhafen mit aktuell ca 50 Inselbewohnern, ein Örtchen des Friedens und der Ruhe. In der Taverne Tripas stimmen wir zu später Stunde "Das Mädchen von Piräus" an... und der Nebentisch voller Griechen stimmt (natürlich auf griechisch) in das Lied mit ein. So etwas erlebt man nicht jeden Tag. Einfach grandios! Am Heimweg nach Pythagorion, unserm Heimathafen, machen wir noch einmal einen Badestop in einer wildromantischen Bucht. Die Tatsache, dass man an einen solch tollen Badeplatz nur über den Wasserweg kommt, gibt einem ein wirkliches Glücksgefühl. Langsam macht sich etwas Wehmut breit, denn in weniger als 24 Stunden heißt es Abschied nehmen von dieser herrlichen Inselwelt.

Letzter Abend in Griechenland: Panos "entführt" uns in ein Lokal, das wir ohne ihn mit Sicherheit nicht besucht hätten. 6 Gänge aus der Schatzkammer griechischer Küche machen uns sprachlos, und das will etwas heissen bei Halunken wie wir es sind. Den griechischen Göttern sei Preis und Ehr!

Zum Abschied erheben die Seemänner erneut ihre Stimmen und Gläser: "Es war ein schöner Törn! Es war ein perfekter Törn!!"

Regatta 2011

Nach einer langen und ruhigen Winterpause, wurde die Niki frisch gemacht und wieder in ihr Element Wasser gebracht. Die Lust endlich wieder durch die Wellen zu gleiten war bei Niki und mir in etwa gleich gross. "Erhöre mein Flehen" und schon kam ein Anruf von Freunden aus Leros mit der Anfrage ob ich Zeit und Lust hätte an einer Regatta mit zu machen, was für eine Frage, klar doch. Der nächste Anruf galt meinem Freund Jorgos in Samos und den brauchte man auch nicht zu überzeugen, Jorgos brachte auch gleich Katarina eine gute Seglerin mit.

Die Regatta war eine Kooperation zwischen Italien und Griechenland deshalb hiess sie auch Italo-Hellenic Friendship Sailing Race und war vom Segelclub Leros und vom Segelclub Fiumicino bei Rom organisiert.

Am 23. Mai ging es mit anderen 20 Schiffen los zuerst von Leros nach Patmos. Wir segelten mit schwachem bis mässigem Wind West/Nordwest max. 3-4 Bft, das Wetter war dunstig bei ca. 20°. Nach 5 Std. 43 Min, kamen wir als viert plazierte Yacht in Patmos an.

Der nächste Tag wurde in Patmos verbracht, Jannis ein Freund von Katarina und ebenfalls Mitglied vom Segelclub Karlovassi in Samos, ist zu unserer Crew dazu gestossen und so haben wir zusammen mit Töfflis die Insel Patmos angeschaut. Am Abend war ein klassisches Konzert in der Apocalypse organisiert worden, unglaublich schön unter freiem Himmel und diese Stimmen einmalig.

Der 25 Mai war der zweite Regattatag von Patmos nach Lipsi mit 2-3 Bft aus unterschiedlichen Richtungen, es war bedeckt mit etwas Regen und die Temperatur war zwischen 17°- 20°. Da die Winde aus unterschiedlichen Richtungen kamen, konnten die Spisegler keine Spinnacker setzen, was natürlich zu unserem Vorteil war. Die Stimmung an Bord war ausgezeichnet und so segelten wir nach 2 Std. 38 Min. als erste über die Finishing line. Nun war der ausgelassenen Stimmung keine Grenzen mehr gesetzt, zuerst wurde Wein und tradionelles süsses Gebäck offeriet und danach mit "etwas" Unterstützung von einem Glässchen Ouzo wurde das Ganze zu einem spontanen "Volksfest"!

Der 26.Mai wurde genutzt zum Ausruhen, na ja der eine oder andere benötigte das wirklich, und zum herumwandern und einfach machen was man wollte. Am Abend gab es wieder so ein schönes Klassikkonzert, das hatten die Italiener wirklich im Griff.

Der nächste Tag, der 27. Mai war wieder ein wechselhafter Segeltag, im Hafen war es böig mit nördlichen Winden von 4 Bft. bis vor Archangelos half es uns gut zu segeln, danach war einfach fertig. Es war kein Wind mehr bzw. 1 Bft von Süd/Südwest wir brauchten für 6 sm - 6 Stunden, dafür kam die Sonne mehr und mehr. Kurz vor Port Lakki in Leros kam eine leichte Brise auf ,die uns allen half seglerisch die Zuschauer zu beglücken. Wir brauchten vonLipsi nach Leros 7 Stunden und 26 Min.

Es folgte die Siegerehrung, die Spannung war gross und die Freude über den ersten Platz noch grösser. Wir bekamen einen sehr grossen Pokal, den wir gebührend gefeiert haben. Wir, Jorgos, Katarina, Jannis und ich danken an dieser Stelle der Organisation, den Einheimischen und allen Crew's für die wundervolle Regatta und die tollen Stunden die wir zusammen verbringen konnten. Wir hatten «riesig de Plausch»!